Mit dem Motorrad nach Georgien


Anreise

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Mit dem Nachtzug nach Wien und weiter durch Ungarn nach Rumänien

Tage 01 - 03 (1'526 km )

Der Zugsmitarbeiter winkt mir zu und zeigt an, ich soll in den unteren Teil der Verladewagen reinfahren und dann ganz bis nach vorne aufschliessen. Kein Problem. Ich rolle rein und will schon Gas geben - ein hässliches Kratzen lässt mich die Vorderradbremse voll drücken und meinen Kopf einziehen. Ich bin zu gross und mein Helm berührte die Decke des Oberdecks. Schnell ziehe ich den Kopfschutz ab und schaue skeptisch auf das nach oben geklapptem Visier. Glück gehabt. Alles noch ganz und nur eine leichter Kratzer.

 

Zwischenzeitlich winkt und pfeift der Zugsmitarbeiter, dass ich nach vorne fahren soll. Also los gehts. Jetzt aber ohne Helm und mit dem Kopf unten. So klappts und kaum stelle ich vorne den Motor ab, zurren sie auch schon die KTM auf alle Seiten hin fest.

 

Zugunsten eines längeren Aufenthaltes in Georgien habe ich auf die zweitägige Fahrt durch Österreich verzichtet und dafür den Nacht Autozug von Feldkirch bis Wien gebucht mit dem Ziel, am nächsten Morgen ausgeruht in Wien startklar zu sein. Naja, der Zug ist pünktlich im Wiener HB eingefahren und keine 10 Minuten später steht meine KTM auch schon bereit. Das mit dem schlafen war aber eine Fehleinschätzung von mir. Was solls, wird schon gehen.

 

Drei Stunden später, und etwa fünf starken Espressos, sitze ich in der Nähe der oberen Burg Visegrad in der Nähe von Budapest und bestaune das Panorama über die Donau. Viele Hügel und Berge gibt es in Ungarn nicht und erstaunt es nicht, dass die Burg auf einen der wenigen Anhöhen gebaut wurde.

 

Tags darauf erreiche ich am Abend die rumänische Ortschaft Sapanta mit dem wohl weltweit fröhlichsten Friedhof. Nach der dreitätigen Trauer wird die verstorbene Person begraben. Ab dann nehmen es die Dorfbewohner mit Humor, denn das Leben der Person wird auf einem blauen Kreuz mit bemalten Bildern und humoristisch, sarkastischen Sprüchen beschrieben.

Autoverladezug, Motorrad, Gepäck, Parkplatz, Halle, bewölkter Himmel
Warten auf den Zugsverlad in Feldkirch
Motorrad, Bahnhof, Verladestation, Züge
Am nächsten Morgen in Wien

Fluss Donau, Flussschiff, Häuser, Wald, Berge, blauer Himmel
Der Donau entlang Richtung Budapest
Fähre, Fluss, Ufer, Wälder, Häuser
Eine der Fähreverbindung auf die andere Seite der Donau - Slowakei

Donau Fluss, Wälder, Berge, Häuser, Schiffe, bewölkter Himmel
Die Aussicht auf die Dona von der oben Burg Visegrad
Grüne Sträucher, Wälder, Häuser, bewölkter Himmel
Unterwegs im Ungarischen Bükki Nemzeti Nationalpark

Kreuze, Bilder, Beschriftungen, grüne Sträucher
Der fröhliche Friedhof von Sapanta mit seinen blauen Kreuzen
Die Kirchen stehen hier mitten im Friedhof
Die Kirchen stehen hier mitten im Friedhof


Über die Karpaten zur Bicaz Schlucht und weiter zur Transforgarascher Hochstrasse

Tage 04 - 06 (2'320 km )

Bereits gestern bei der Fahrt nach Sapanta ist mir der hohe Strassenverkehr aufgefallen. Das bleibt leider während den nächsten Tagen so. Das liegt vermutlich daran, dass das rumänische Autobahnnetz noch im Aufbau ist und dadurch die Haupt- und Nebenstrassen den stark gestiegenen Verkehr auffangen muss. So donnern Auto um Auto, Lastwagen um Lastwagen mit hoher Geschwindigkeit durch die dicht an den Strassen liegenden Dörfern und werden dabei abrupt durch Kühe, Pferdegespanne oder parkierte Wagen gestoppt. Für etliche Siedlungen ist daher Schluss mit dem idyllischen Dorfleben.

 

Die Karpaten im Norden Rumäniens durchquere über den Pislop Pass und drehe danach eine Ehrenrunde über die Transrarau Alpenstrasse. Die Strassenverhältnisse sind super, was den drehfreudigen, kraftvollen KTM Motor freut.

 

Auf der Strecke zur Bicaz Schlucht stoppt mich anfangs des Bicaz Sees eine Verbot- respektive Einbahnstrasse. "Gar nicht gut" schiesst es mir durch den Kopf, gibt es doch keine andere Strasse in diese Richtung. Ich stelle den Motor ab, um auf dem Navi nach einer anderen Route zu suchen. Den Rumänen scheint diese Strassensperrung ebenfalls nicht bekannt zu sein, stoppen doch laufend Autos vor der Signalisation. Einige drehen ohne zu halten um, andere steigen aus und diskutieren mit dem Bauer, der gerade das Gras schneidet. Kurz darauf fahren diese weiter. Ein weiteres Auto stoppt neben mir und der Lenker ruft mir auf Englisch zu, ich solle auch weiterfahren. Es sei kein Problem. was denn auch so war. Verbotsschilder haben eben nicht überall auf der Welt die gleiche Bedeutung.

 

Heute ist es nun soweit und ich überquere auf der berühmten Transforgarascher Hochstrassen die Transilvanischen Alpen. Durch andere Biker über das Verkehrsgedränge vorgewarnt, bin ich vor 10 Uhr bei der Passstrasse. Zügig geht die Passtrasse in die Höhe, wobei der dichte Wald keine Weitblicke frei gibt. Dafür sorgen etliche Autofahrer und ihre Mitfahrende für Unterhaltung. Im Wagen vor und hinter mir stehen jeweils zwei Jungs im Wagen und schauen oben zum Dachfenster. Zwei weitere lehnen sich aus den Seitenfenster dabei sind alle am Filmen. Viel zu sehen gibt es zwar nicht, aber das schein sie nicht zu stören.

 

Etwa in der Hälfte der Strecke zieht sich der Wald zurück und gibt den Blick auf die sich hochschlängelnde Strasse frei. Von oben herab ist das Strassenbild noch viel schöner, was diese Passstrasse so bekannt gemacht hat. Kurz vor dem Gipfel ist dann fertig mit der Aussicht geniessen, denn ich stehe im Stau. Auch wenn's eng ist, überhole ich und quetsche mich Millimeter genau zwischen den Autos durch. Geschafft und die Passhöhe, mit den unzähligen Souvenir und Essbuden, hunderten von Menschen und quer stehenden Autos liegt hinter mir.

Drei Kirchen aus Holz, Bäume, grüne Wiesen, Menschen
Die Holzkirchen von Barsana
Wandmalerei, Holzlampe, roter Teppich
Viele der Kirchen sind in diesem Stil dekoriert

Weitblick, Berge, grüne Wiesen und Wälder, Bäume, bewölkter Himmel
Auf dem Pislup Pass
KTM Motorrad, Strasse, Geländer, Weiteblick ins Tal, grüne Wälder, Berge, Bäume, bewölkter Himmel
Auf der Transrarau Alpenstrasse

Heugestänge, grüne Wiesen, Gatter, Sträucher und Bäume
Landwirtschaftliche Kunst
Holzkirche, Holzhäuser, Nebel, grüne Bäume, Gatter, Wiese
Morgenstimmung im der Bergregion bei Vatra Dornei

Blauer See, grüne Wälder, Hügel, Rückspiegel Motorrad
Am Bicaz See
Hohe Felswände, Strasse durch die Schlucht, Motorrad,
In der Bicaz Schlucht


Durch den Süden Rumäniens nach Bulgarien und bis zur Schwarzmeerküste und Grenze Türkei

Tage 07 - 08 (2'882 km )

Die KTM hat Durst und signalisiert mir das mit einem wilden blinken. Schon gut, ich habe es ja gesehen. Wohl besser, ich sorge gleich für den Durstlöscher bevor sie auf der Donaugrenzbrücke nach Bulgarien dehydriert.

 

Süffig saugt die Enduro den Sprit auf und gemäss der Anzeige auf der Zapfsäule war es wirklich höchste Zeit. Kommt davon, wenn ich zu viel in der Landschaft herumschaue als auf das Cockpit.

 

Mein Motor braucht ebenfalls Flüssiges und so decke ich mich im Shop mit Getränken ein. Da ich draussen im Schatten Stühle und Tische gesehen habe, bestelle ich mir auch noch einen Espresso.

 

Als ich rauskomme, sind alle Stühle und Tische im Schatten besetzt. Ein Paar winkt mir aber gleich zu ich soll mich zu ihnen setzen. Das Angebot nehme ich gerne an. Sie spricht etwas Englisch und er Französisch und so wird unsere Unterhaltung zu einem bunten Sprachmix. Kaum hören sie woher ich komme und wohin ich noch reise, fragen sie mich, ob ich einen Platz zum Schlafen benötige. Da es aber erst 10.30 Uhr ist und ich rüber nach Bulgarien möchte, verstehen sie meine dankende Absage. Wir unterhalten uns noch eine Weile und dann verabschieden sie sich.

 

Während ich meine Flasche Wasser zu Ende trinke, steht ein Mann neben mir und offeriert mir Trauben. Im gebrochenen Englisch gibt er mir zu verstehen, dass er mein Motorrad super findet und das ich damit von soweit her sein Land besuche. Dann holt er noch mehr Trauben aus seinem schicken BMW, schüttelt meine Hand und winkt mir beim Abfahren nochmals zu.

 

Es fasziniert mich jedes Mal aufs Neue, wie offen und willkommen viele Menschen auf mich als Motorradreisender reagieren.

Pferd, Wagen, Menschen, Strasse, Auto, Teerstrasse, Bäume, Wiese
Pferdefuhrwerke sind im rumänischen Alltag ganz normal
Grüne Wiesen, blauer Himmel
Unterwegs im Süden Rumäniens Richtung Bulgarien

Kapputes Haus, Sonnenblumenfeld, grüne Büsche, blaumer Himmel, weisse Wolken
Verfallende Gebäude sieht man in vielen Ländern dieser Region
Teestrasse, Frontscheibe Motorrad, grüne Büsche, blauer Himmel
Bulgarien - eine Gebüschrasur nach Mass

Sonnenblumenfled, Grüner Hügel. Blauer Himmel, weisse Wolken
In Bulgarien gibt es riesige Sonnenblumenfelder
Statue, Granitblock, Strasse, Motorrad, braune Wiese, grüne Bäume
Bulgarien - ein Überbleibsel aus alten Zeiten

Haus mit Ecke, weisse Wände, viele Fenster, Grüne Baume und Wiesen, aufgehängte weisse Wäsche
Bulgarien - Schönes Gasthaus in der kleinen Ortschaft Osmar
Bulgarien - Die Wonderful Rocks am Tsonevo Stausse
Bulgarien - Die Wonderful Rocks am Tsonevo Stausse

Motorrad, Strand, Sand, blaues Meer, Wellen, blauer Himmel
Bulgarien - Schwarzmeerküste bei Djuni
Grenzgebiet zwischen Bulgarien und Türkei bei Malko Tarnowo
Grenzgebiet zwischen Bulgarien und Türkei bei Malko Tarnowo


Nach einem Ruhetag in die Türkei, Bosporusüberquerung und weiter zur Schwarzmeerküste

Tage 09 - 11 (3'521 km )

Nach acht Fahrtagen ist es Zeit für einen Ruhetag. In der Ortschaft Malka Tarnowo finde ich ein kleines ruhiges Hotel und geniesse einen Tag faulenzen.

 

Tags darauf bin ich früh an der Grenze. Der Bulgarische Zoll ist unbürokratische und dauert gefühlte 10 Sekunden. Auf der türkischen Seite wird genauer kontrolliert. Nebst dem eigenen Ausweis muss für das eingeführte Fahrzeug eine gültige Versicherung vorgewiesen werden. Das dauert natürlich. Hinzu kommt, dass die Schalter für die Kontrollen nicht bei den Fahrspuren sind. Alle müssen deshalb irgendwann aussteigen, um sich auszuweisen. Angedacht wäre natürlich, dass dies nur die Personen der vordersten Fahrzeuge tun sollten. Das funktioniert hier aber nicht. Es steigen nämlich alle gleichzeitig aus, also auch diejenigen der hinteren Fahrzeuge. Das wiederrum führt zu einem Stau an den Schaltern, wodurch nicht mehr gewährleistet ist, dass die Personen der vordersten Wagen zuerst dran kommen. Alle blockieren sich so gegenseitig. Morgencomedy am Zoll.

 

Mein erstes Ziel ist die Yavuz-Sultan-Selim-Brücke über den Bosporus. Etwa 20 Kilometer vorher biege ich auf die Zubringerautobahn ein - wahnsinn. Die Autobahn ist achtspurig und sieht für mich so aus, als ob sie erst gestern fertig erstellt wurde. Zudem hat es kaum Verkehr. Dafür blässt plötzlich ein heftiger Wind, der mich von der Enduro reissen will. Bei der ersten Zahlstelle bin ich der einzige Kunde, zum Glück. Als ich nämlich mein Geld aus der Tasche nehmen will passe ich nicht auf und  vier 50 Euroscheine fallen heraus die sofort vom Winde verweht werden. Da niemand hinter mir ist, springe von der KTM, die Frau in der Mautbox winkt ihr ok, und renne meinem Geld hinterher. Mittagscomedy an der Mautzahlstelle.

 

Nach einer Übernachtung in Sile, fahre ich heute auf Nebenstrassen, sofern das möglich ist, der Schwarzmeerküste entlang. Anfangs sind viele Ortschaften touristisch gepräpt und entsprechend ausgebaut. Hier läuft vor allem an den Wochenende viel, wenn die Istanbuler Stadtbevölkerung ins Grüne respektive ans Meer fahren will. Je weiter ich nach Osten komme, desto ursprünglicher sind die Siedlungen. Die Strassen werden schmaler, Traktoren häufen sich und nach jeder Kurve muss ich mit Kühen oder Eseln rechnen.

 

Im Bezirk um die Ortschaft Zonguldak wird es wieder geschäftig. Die Region ist bekannt für ihre Kohlebergwerke. Davon hatte ich gelesen, aber keine Ahnung, wie das in der Realtität aussieht. Nun ja, jetzt weiss ich es, Ich plante nämlich unbewusst meine Route durch das Hauptabbautal, durch riesige Verarbeitungswerke, heruntergewirtschafteten Ortschaften und vor sich hin rottenden Altanlagen. 

Bäume Häuser, bewölkter Himmel
Mit diesem Ausblick genoss ich meinen Ruhetag
Das Gebetshaus ist in vielen Religionen das imposanteste Gebäude im Dorf
Das Gebetshaus ist in vielen Religionen das imposanteste Gebäude im Dorf

Wie auf einer Achterbahn geht es auf der Küstenstrasse auf und abwärts
Wie auf einer Achterbahn geht es auf der Küstenstrasse auf und abwärts
Auch das Hinterland bietet schöne Landschaften
Auch das Hinterland bietet schöne Landschaften

Hier hat jemand im Fahnenlotto gewonnen.
Hier hat jemand im Fahnenlotto gewonnen.
Flussläufe dienen als sichere Häfen für die kleinen Fischerboote
Flussläufe dienen als sichere Häfen für die kleinen Fischerboote

Die Fake Polizei
Die Fake Polizei
Schöner Parkplatz mit Aussicht, aber leider total zugemüllt
Schöner Parkplatz mit Aussicht, aber leider total zugemüllt

An der Schwarzmeerküste hat es vorwiegend türkische Touristen
An der Schwarzmeerküste hat es vorwiegend türkische Touristen
Es gibt etliche ruhige Strände
Es gibt etliche ruhige Strände

Immer weiter Richtung Osten
Immer weiter Richtung Osten
Ein riesiges ausgedientes Kohlebergwerk
Ein riesiges ausgedientes Kohlebergwerk

Farbige Häuser, Schotterstrasse, Bäume, Strommasten
Rumänische Dorfidylle
Motorrad KTM, gelbes Haus, weisses Haus, Gartenlaube, grüne Wiese
Mein Gästehaus im Dorf Stejarsu

Braune Felder, Grüne Wiesen, KTM Motorrad, Alpen
Die Transilvanischen Alpen
Motorradfahrer, Helm, Motorrad, grüne Wiesen, Passstrasse
Die Transforgarascher Hochstrasse

Motorradhelm, Sonnenbrille, Autos, Verkaufsstände Menschen
Das Chaos auf der Passshöhe auf 2'200 Meter
KMT Motorrad, blauer See, Schotterstrasse, grüner Büsche und Sträucher
Auf einer Schotterpiste dem Vidraru See entlang


Entlang der türkischen Schwarzmeerküste bis nach Batumi in Georgien

Tage 12 - 14 (4'532 km )

Müde erreiche ich das Küstenstädtchen Ayancik und peile das Hotel an, dass mir gestern Google Map angezeigt hat. Es liegt am örtlichen Meeresboulevard. Ich trete ein und erschrecke damit die Rezeptionistin, die vor dem Fernseher in eine türkische Telenovela eingetaucht ist.

 

Das Zimmer kostet CHF 22.00 inklusive Frühstück und das Motorrad kann ich gegenüber in eine Garage stellen. Soweit so gut. Mein Zimmer ist im vierten Stock. Zur Feier des Tages, eine schöne Ausrede, nehme ich den Lift. Ich öffne die Zimmertüre und - wau - der uneingeschränkten Meeresblick zieht mich gleich in seinen Bann. Das Zimmer ist angenehm gross und sauber und als Krönung hat es einen Balkon. Da habe ich den Jackpot gezogen..

 

Die letzten 300 km Küstenstrassen, von Amasra bis Ayancik, ist der ursprünglichste und schönste Abschnitt der über 1'500 km langen türkischen Schwarzmeerküste. Die bergige Landschaft bewirkt das Gefühl auf einer Achterbahn unterwegs zu sein. Ständig geht es hoch oder runter und das mehrheitlich mit Steigungen von 10 % und mehr. Bis vor wenigen Jahren war zudem der Strassenzustand miserabel, wodurch sich nur wenige Touristen in dieses Gebiet verirrten. Jetzt ist die Strasse neu geteert und die ersten Touristenbusse schiessen um die Ecken.

 

Auf dem Abschnitt von Sinop bis zur georgischen Grenze, also fast die Hälfte der Strecke, rolle ich auf einer gut ausgebauten Autobahn. Jedenfalls nach meinem empfinden. Für türkische Verhältnisse ist das nur eine Hauptstrasse, die hier alle vierspurig sind. Wirklich schade, führt doch mehrheitlich die "Hauptstrasse" direkt am Meer entlang mit vielen schönen Ausblicken und Rastplätzen. Wegen der permanenten Mittelleitplanke sind diese Rastplätze leider unerreichbar für mich.

 

Den schönen Meeresblick trübt der hier übliche chaotische und gefährliche Fahrstil. Abruptes Spurenwechseln, im Slalom überholen, rasen, telefonieren oder ohne Licht in dunklen Tunnels fahren, fordert meine 100 % Aufmerksamkeit. Zudem sind sich viele nicht an grosse, schnelle Motorräder gewohnt. Das ermüdet mich ziemlich und fünf Stunde so zu fahren sind wie zehn Stunden auf einer verkehrsarmen Landstrasse.

 

Der Grenzübertritt nach Georgien verläuft problemlos. Zwar ist der Lastwagenstau gewaltig, für Autos etc. gibt es aber eine spezielle Spur. Die türkische Seite lässt mich ohne Fragen raus und die Georgier mit einem Willkommen in Georgien rein. Hinter der Barriere ist ein grosser Rummel und sofort werde ich von etlichen Männern angesprochen, die mir eine Motorradversicherung verkaufen will oder anbieten Geld zu wechseln. Die Wechselkurse sind natürlich schlecht und die Versicherung ein Beschiss. Zum Glück weiss ich, wo ich die richtige Versicherung kaufen. Dafür brauche ich aber etwas georgisches Geld und wechsle einen kleinen Betrag. Den Rest tausche ich dann morgen in Batumi zu viel besseren Kursen.

 

Eine halbe Stunde später erreiche ich das Guesthous und werde gleich mit Essen und eigenem Wein empfangen. Georgische Gastfreundschaft.

Meer, Berge, Wälder, Häuser, grüne Wiesen, blauer Himmel
Morgenstimmung an der Schwarzmeerküste
Häuser, Meer, Klippen, grüne Büsche und Bäume, Sandstrand
Leere Strände in schönen Buchten gibt es einige auf diesem Abschnitt

Moschee, Häuser, Wohnblocks, Fahne, grüne Büsche
Eine typische türkische Orschaft
Motorrad, Gepäck, grüne Büsche, Meer, Häuser, blauer Himmel
Durch das Auf und Ab ergeben sich viele schöne Ausblicke

Betonbrunnen, grüne Büsche, Strasse
Alle paar Kilometer gibt es Brunnen für Trinkwasser
Meer, Bäume, Tische und Stühle, Sonnenschirme, Schiffsteg, Menschen
Der Ausblick von Balkon meines Hotelszimmers in Ayancik

Motorrad, Gepäck, Strasse, Meer, grüner Baum
Richtung Sinop führt die Küstenstrasse teilweise direkt am Meer entlang
Meer, grüne Wiesen und Bäume, Wälder, Berge
Ein letzter Blick zurück

Vierspurige Autobahn, Lastwagen, Meer, grüne Wiesen und Bäume, Häuser
Die Küstenstrasse ab Sinop bis zur georgischen Grenze
Mehrheitlich verläuft die Autobahn dem Meerentlang
Mehrheitlich verläuft die Autobahn dem Meerentlang

Haselnüsse, Leute, Autobahn, grüne Wiesen, Auto, Abfall
Überall werden Haselnüsse und grossen Mengen angeboten
Motorrad, kleine Tische, Verkaufsstand, Haus,
Viele Tankstellen haben kleine Rastplätze eingerichtet

Motorrad, Autos, Menschen, Verkaufsstände,
Der Rummel nach hinter der georgischen Grenze
Hochhäuser, Meer, grüne Büsche, Wälder, blauer Himmel
Die Vorboten von Batumi - Badeort und Casinostadt