Balkan mit dem Motorrad, Tschechien, Motorräder, Wald

Die letzten Reisetage durch Tschechien

Bekanntlich führen verschiedene Wege nach Rom und so entscheidet sich ein Teil unserer Gruppe eine andere Strecke durch die Slowakei bis zur Grenze nach Tschechien einzuschlagen. Dabei steigen sie zwischendurch auf eine Eisenbahn um und begegnen kuriosen Dingen, wie ein auf dem kopfstehendes Haus, das oben einen Helikopterlandeplatz hat.

 

Wir dagegen bewegen unsere Motorräder auf schmälen Strässchen durch die Waldgebiete zweier Nationalparks, überqueren weitere Pässe und durchfahren einige Skigebiete.

 

Der Nachteile an so viel Wald und Bäume -  die Sicht auf die reizvolle Landschaft bleibt uns oft verborgen. Die zwei Füchse, die plötzlich vor uns das Waldsträsschen überqueren, sehen wir dafür deutlich.

Für Tschechien gibt es keine Einreiseeinschränkungen, weshalb wir die Strecke über den kleinen Skiort Makov wählen und dort auf einer Schotterstrasse über die grüne Grenze nach Tschechien einreisen.

 

Kurz darauf erreich wir unser Nachtcamp. Wegen den gewitterigen Wettervorhersagen bucht die Mehrheit einen Bungalow, was sich während der Nacht als Vorteil entpuppte, fegt doch ein gewaltiges Gewitter über unser Nachquartier.

 

Das neben dem Camp liegede Restaurant ist leider komplett geschlossen und ihn der naheliegenden Ortschaft sind bis auf eine Kneippe, die nur Getränke serviert, ebenfalls alle Restaurants zu. Gut, hat noch eine Lebensmittelladen geöffnet, den wir sogleich halb leer kaufen.


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Nach der donnerreichen Nacht packen wir das letzte Mal alls Gruppe unsere Sachen zusammen und verfrühstücken den Rest unseres gestrigen Einkaufs.

 

Auf geht es zu unserer letzten Etappe durch den tschechischen Süden bis nach Tredon.

 

Wieso liegen hier soviele abgebrochen Äste am Strassenrand? Da liegt sogar eine ganzer Baum im Feld? Das war doch ein Teil eines Wellblechdachs? Komisch.

 

Wir biegen von der Schnellstrasse in eine Nebenstrasse ab und blicken in ein Feld der Verwüstung, Bäume, Äste und anderes Material liegen wild durcheinander. Daran schuld muss wohl das gestrige starke Gewitter gewesen sein. Beim nächsten Stopp erfahren wir dann, dass dort ein Tornado gewütet hat, über den überall in den Nachrichten berichtet wurde. Da hatten wir mit unserem starken Gewitter ja richtig Glück.

 

In der gut erhaltenen Altstadt von Mikulov legen wir eine Mittagspause ein und durchstreifen ein wenig die alten Gassen. Zu den Zeiten des eisernen Vorhanges versuchten hier viele tschechische Bürger hier über die Grenze nach Österreich zu flüchten. Leider endete dass für etliche tödlich.

 

In Vranov, das idyllisch in einem kleinen Tal am Thaya Fluss liegt, vertreten wir uns ein weiteres Mal die Beine.

Das imposante, gleichnamige Schloss, dass hoch oben auf den Felsen ragt, diente bei mehreren weltbekannten Filmen als Kulisse.

 

Weiter folgend wir auf einem schmalen, kurvenreichen durch den Wald führenden Strässchen dem Thaya Fluss, vorbei an der majestätischen Burg Bitov.

 

Bei der Tankstelle kurz vor Trebon verabschiedet sich dann der erste unserer Gruppe in Richtung Österreich, wo Verwandte mit einem lecken Nachtessen auf ihn warten. Gute Fahrt!

 

Auf uns warten dagegen bereits wieder Regenwolken über der Stadt Trebon. Deshalb fragen wir beim Campingplatz gleich nach freien Bungalows. Leider ohne Chancen. Da es hier gestern ebenfalls ein starkes Gewitter gab, wechselten heute etliche der anwensenden Zeltbesucher in die freien Bungalows.

 

So quartieren wir uns in einem Hotel mitten in der Altstadt ein und geniessen anschliessend ein leckeres, gemeinsames Nachtessen.

 

Die Heimreise ab Trebon gestaltet sich für die Meisten von uns unterschiedlich, wodurch unsere Abenteuerreise durch den Balkan und Karpaten hier offiziell endet.



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