Balkan mit dem Motorrad, Bulgarien, Nesebar, Schwarzes Meer

Durch das Hinterland zum Schwarzen Meer

Es zieht uns nach Norden zu einem der skurrilsten Monumente auf der Balkanhalbinsel. Doch zuerst tauchen wir nochmals in die Buynovsko Schlucht ein, die unterhalb unserer Unterkunft liegt.

 

Morgens gibt es hier kaum Verkehr und so gehört uns die Schlucht praktisch alleine. Das nutzen wir doch gleich aus und setzen unsere Motorräder an spektakulären Stellen in Fotoszene.

Und weiter geht es im Kurvenmodus entlang dem Vacha Fluss, der gleich zweimal auf unserer Route durch Staumauern gestoppt wird. Auch hier verfolgen oder schneiden keine Autos unsere Wege. Motorradfahren vom Feinsten.

 

Kaum verlässt unsere Strasse die Rhodopen ist dann Schluss mit der Verkehrsgemütlichkeit. Jetzt heisst es Gas geben, damit wir mit den Verkehrsfluss mithalten können. Leider rasen wir zusätzlich direkt in die nächste Regenfront hinein.


Für Fotos und Legenden klicke auf die blauen Feldstecher

Unser Ziel ist das Buzludzha-Denkmal, das weit oben wie ein Ufo auf dem gleichnamigen Berg in Zentralgebirge von Bulgarien gelandet ist. Normalerweise ist es schon von weit her sichtbar, wir müssen aber bis auf 50 Meter heranfahren, bevor es sich schattenhaft im dichten Nebel vor uns zeigt. Dazu weht ein kräftiger Wind und der Regen peitscht uns um die Ohren respektive Helme, die wir erst gar nicht ausziehen.

 

Wir kämpfen uns in unserer Motorradausrüstung die wenigen Stufen zum Eingang hinauf und werden dabei von den wenigen anderen Besuchern gleich mehrfach fotografiert. Vermutlich denken sie, dass wir die Crew der hier liegenden Untertasse sind.

 

(Hier gibt es mehr Infos zum zum Busludzha Denkmal)

Wüssten wir, wie man mit Ufos fliegt, wären wir im heiteren Sonnenschein über den Regenwolken zu unserem Nachtquartier gedüst, anstatt durchnässt und ohne viel Sicht über eine Passstrasse zu holpern.

 

Durchnässt stoppen wir abends im MotoCamp Bulgarien, wo wir eine Nacht bleiben. Das Camp ist ausgerichtet auf Motorradreisende aus Nah- und Fern und in normalen Jahren um diese Jahreszeit fast immer ausgebucht. Jetzt ist es kaum besucht und die Anlage gehört quasi uns.


Und auch heute weckt uns kein Sonnenschein, sondern weitere, düster dreinblickende Wolken, die nur darauf warten, uns mit ihrem Waser zu bewerfen, was sie dann bald auch tun.

 

Unsere Route verläuft heute nach Osten bis zum Schwarzen Meer. Dazwischen liegen unzählige Dörfer und Siedlungen, die mehrheitlich von Armut geprägt sind. Viele der Häuser sind in einem desolaten Zustand oder bereits am verfallen, werden aber trotzdem bewohnt.

Auf den Dorfplätzen, mit ihren typischen russischen Gebäuden, hängen nur noch abgemagerte Hunde oder Katzen herum.

 

Dazwischen das Dorf Zheravna mit seinen alten und renovierten Holzhäusern. Ein wahrer Lichtblick.

 

In Nesebar am Schwarzen Meer, der östlichste Punkt unserer Abenteuerreise, treffen wir am frühen Nachmittag ein. Hier verbringen wir einen Ruhetag und erkunden die zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende Altstadt.


Was wir in Nesebar an unserem Ruhetag so alles anstellen.


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