Motorrad

Meine Reifen-Erfahrungen

Nur mit einer optimalen Bereifung können die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Maschine ausgenutzt werden. Das stellt an die Reifen einen grossen Anspruch, sollten sie sowohl auf Teer, Schotter und weichem Untergrund brillieren und erst noch eine lange Km-Laufleistung aufweisen.

 

Solche Reifen gibt es aber aus meiner Sicht nicht und so passe ich die Bereifung je nach Tour und Motorradreise den Bedingungen an.

 

Auf der Strasse fahre ich mit einem Luftdruck von 1.8bar vorne und hinten. Bei Volllast mit 2.2bar. Auf Offroadstrecken senke ich den Luftdruck auf 1.5bar vorne und hinten ab.

Michelin Anakee Wild (6'100 km)

Den Reifen konnte ich ausführlich auf meiner Reise von der Mongolei - Schweiz testen. Dabei brillierte er vor allem auf ungeteerten Strassen, Sandtracks und Wasserdurchfahrten. Zusammen mit dem Power der KTM wühlte sich der HInterreifen problemlos durch alles durch.

Das Verhalten auf Teerstrassen war ebenfalls gut auch auf nassen oder kurvenreichen Abschnitten. Hier möchte ich aber erwähnen, dass ich auf langen Motorradreisen selten über 80 km/h fahre.

Beim Wechsel des Reifens war sicherlich noch genügend Profil für weitere 1'000 - 1'500 vorhanden gewesen, wodurch ich bei normalen Umständen keinen Reifenwechsel vorgenommen hätte.

Bei meiner nächsten Tour mit viel Offroad-Anteil werde ich den Michelin Anakee Wild wieder aufziehen, was aber wegen des harten Reifenaufbaus eine echte Herausforderung sein kann.



Metzler Enduro 3 Sahara (3'200 km)

Der serienmässig aufgezogene Reifen überzeugt durch sein gutes Handling auf der Strasse. Dies auch bei höherem Tempo.

Auf meiner Schottertour durch die italienischen und französischen Alpen hat er ebenfalls gute Arbeit geleistet. Besser, als ich angenommen hatte.

Im Schlamm oder Sand habe ich keine Erfahrung sammeln können und zur Laufleistung fehlen mir ebenfalls die Erfahrungwerte.

Als Erstbereifung ist der Reifen gut und solange keine spezielle Tour ansteht, gibt es keinen Grund für einen Reifenwechsel.