Motorrad

Hauptsache zwei Räder und ein Motor

Aktuelles Motorrad

Die KTM 690 Enduro R ist ein leichtes und vielseitiges Motorrad. Sie besitzt einen makellosen Motor mit mehr als genügend Power und ein hochwertiges Fahrgestell mit diversen Einstellmöglichkeiten. So lässt sie sich souverän über längere Autobahndistanzen, dichten Stadtverkehr und vor allem Gelände bewegen. Das ABS arbeitet so fein, dass es auch im Gelände nicht mehr ausgeschaltet werden muss und über die Bad-Ful-Mapping Einstellung kann auch  mal mit minderwertigem Benzin gefahren werden. Hinzu kommt ein Serviceintervall von 10'000 km. Ideale Voraussetzungen, um die KTM mit einigen wenigen Zubehörteilen in eine leichte Reiseenduro zu verwandeln. 

Technische Daten

  • Modell KTM 690 Enduro R
  • Baujahr 2016
  • 67 PS (49kw)
  • Tankinhalt 12 Liter
  • Leergewicht vollgetankt 152 kg
  • Maximale Zuladung 200 kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht 350kg
  • Beschleunigung 0 - 100 km / h in 4.5 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit 170 km / h
  • ABS (mittels Zubehör hinten abschaltbar)
  • Serviceintervall 10'000 km


Rückblick Motorräder

Obwohl ich schon immer Motorrad fahren wollte, kaufte ich erst mit 23 Jahren meine erste Maschine. Geprägt durch die Offroad-Motorrad-Erfahrungen in Thailand (mehr dazu unter über mich) kam für mich nur eine Enduro in Frage. Leider war dies eine 125 ccm Maschine, da die damalige Gesetzgebung dies so vorschrieb. So fuhr ich ein Jahr bei jeder Witterung kreuz und quer durch die Schweiz und ins naheliegende Ausland.

Motorradreisen Fotografie eines Motorrades
Mein erstes Motorrad Suzuki DR 125
Motorradreisen Bild eines Motorrades
Mein nacked Bike in Australien

Ein Jahr später bot mir mein damaliger Arbeitgeber einen Job in Sydney / Australien an. Diese Chance packte ich und drei Monate später war ich bereits in Down under. Kaum angekommen, konnte ich über einen Arbeitskollegen eine Honda CB 750 Nacked Bike kaufen. Ein cooles Motorrad, dass mich während eines Jahres durch den Stadtverkehr von Sydney, zu schönen einsamen Beaches ausserhalb der Stadt und in die Blue Mountains brachte.

Durch die CB 750 auf den PS- und Honda-Geschmack gekommen, kaufte ich mir nach der Rückkehr ins Alpenland eine Honda VFR 750 F. Mit etwas mehr als 100 PS und Einarmschwinge in der 750er Klasse, war diese Maschine anfangs der 90er Jahre ein ultimatives Superbike. Es folgten zwei intensive und schnelle Motorradjahre, welche meinen Puls regelmässig in die Höhe trieben und mein Fahrausweis öfters gefährdete. Mit der Zeit verlor dies aber seinen Reiz. Zudem ging mir während all den Jahren der Captain America Chopper aus dem Easy-Rider Film nicht mehr aus dem Kopf, welcher mich bereits als Jugendlicher faszinierd hat und meine Motorradleidenschaft entfachte.

Motorradreisen Bild eines Motorrades
Hond VFR 750, das erste Serienmotorrad mit Einarmschwinge

Anfangs der 90er Jahre konnte ich eine Weiterbildung in San Francisco / USA absolvieren. An einem der Wochenenden war ich durch Zufall in einem kleinen Städtchen, wo eine grosse Harley Party stattfand. Die coole Stimmung und die vielen schönen umgebauten Harley's gefielen mir sehr. So entschloss ich mich, meine an die Weiterbildung anschliessende Ferienwoche auf einer Harley anstatt mit dem Auto den Highway Nr. 1 nach Los Angeles zu fahren. Bei der Abgabe der Harley war dann für mich definitiv klar, dass mein nächstes Motorrad eine Harley sein würde.

 

1993 war es dann soweit und ich tauschte die Honda VFR gegen eine neue Harley FXSTC Softail Custom ein, was mein Bankkonto ziemlich blünderte. Vorwerst war es deshalb nicht möglich, die Harley nach meinen Vorstellungen umzubauen. Zudem war es mein Ziel, so viele Umbauarbeiten wie möglich selber vorzunehmen. So dauerte es fast drei Jahre, bis das Umbauprojekt fertig war. Da zu dieser Zeit in der Schweiz grundsätzlich nichts an einem Motorrad legal verändert werden durfte, war anschliessend über Jahre hinweig jedes Polizeiauto und jede Fahrzeugkontrolle ein rotes Tuch für mich. Vor allem die laute Auspuffanlage und die verlängerte Gabel hätten zu einer Beschlagnahmung der Harley führen können.

Motorradreisen Bild einer Harely Davidson
Die Original Harley Davidson FXSTC Softail
Motorradreisen Bild einer Harley Davidson
Die FXSTC nach dem Umbau

So reifte die Idee eine Harley in den USA zu kaufen, welche älter als 1983 war, weil dadurch die Möglichkeit bestand, die Harley mit einem so genannten Typenschein X in der Schweiz einzulösen. Offiziell wurden erst ab 1983 Harley's in die Schweiz importiert. Somit gab es für Harley's vor 1983 keine offiziellen Typenscheine und dadurch auch keine detaillierten Vorschriften, welche Teile am Motorrad verbaut sein müssen / dürfen. Es galt dann lediglich einen normalen Sicherheitsstandard zu gewähren, was einiges an Spielraum offen liess.

 

So kaufte ich 1997 über meine Kontakte in den USA eine Harley FX Super Glide Baujahr 1975, welche ich über eine österreichische Spedition günstig in die Schweiz importieren konnte. Mithilfe eines super Mechanikers, welcher sich auf alte Harley's spezialisiert hatte, konnte ich das Bike kurze Zeit später einlösen und die ersten Ausfahrten unternehmen. Natürlich wollte ich auch diese Harley nach meinen Vorstellung umbauen, was wieder fast zwei Jahre in Anspruch nahm. Dafür konnte ich nachher legal mit einer ziemlich lauten, hochgezogenen Supertrapp Auspuffanlage, Ape Hanger, veränderten Bremsanlage, verlängerten Gabel und fast ohne Elektronik und nur mit Kickstarter während 15 Jahren durch die Gegend brettern. Harley Chopper Feeling pur.

Motorradreisen Bild eines Motorrades
Die Original Harley FX Super Glide
Motorradreisen Bild einer Harley Davidson Motorrad
Die FX nach dem Umbau

Packte mich zwischendurch der frühere Schnellfahrmodus, so mietete ich eine Triumph Speed Triple  oder eine Ducati Streetfighter und kratze um die Kurven bis ich wieder für eine Weile genug hatte. Ein Kauf einer solchen Maschine kam für mich aber nicht mehr in Frage.

Motorradreisen Bild eindes Ducati Motorrades
Mit 150 PS ist die Ducati Streetfighter ein sehr schnelles Motorrad
Motorradreisen Bild einer Triumpf Speed Triple
Der Durchzug des 135 PS starken Dreizylinders ist ein wahres Vergnügen

Obwohl ich auch mit der Harley grosse Touren durch Europa gefahren bin, waren diverse Strecken wegen den  beschränkten Einsatzmöglichkeiten eines Choppers nicht möglich zu fahren. Das störte mich immer mehr und so formte sich im Laufe der Zeit der Wunsch, ein Motorrad zu fahren, welches einen grösseren Einsatzradius besitzt. Und so kam es, dass ich wieder eine Enduro kaufte.

 

Über die letzten drei Jahre bin ich mit der BMW F800GS etwas mehr als 30'000 km gefahren. Dabei hat sich die Maschine als multifunktionales Motorrad gezeigt. Mir persönlich ist sie im härteren Gelände mit knapp 200 kg aber zu schwer. Für meine geplante Motorradtour im 2018 von der Mongolei in die Schweiz, wo viele Offroad Strecken auf mich warten werden, bringt die BMW deshalb nicht die idealen Voraussetzungen mit. Auf der Suche nach einer leichteren, aber immer noch vielseitigen Reiseenduro wurde ich auf die KTM 690 Enduro R aufmerksam. Diese Maschine lässt sich im Gelände schon fast wie eine hardcore Enduro bewegen und ist auf der Strasse inklusive Autobahn immer noch gut zu fahren. Für den nötigen Schub sorgt der dynamische Einzylindermotor mit seinen 70 PS.

Motorrad Bild eines Motorrades der Marke BMW
BMW F 800 GS, ein multifunktionales Motorrad
Motoglobe Motorradreisen. Ein rot schwarze KTM 690 Enduro R steht auf einer Schotterstrasse.
Mein aktuelles Motorrard; KTM 690 Enduro R, ein leichtes allrounder Bike