Motorradreise Mongolei - Schweiz


Russland - Altai

«Die grüne Bergregion im asiatischen Teil Russlands»


Berge, Wälder, Täler und eine tolle Motorradstrecke

Durch den russichen Altai

Tage 16 (Km 2'960)

Gespannt auf das Altai Gebiet stehe ich früh auf und schaue als erstes aus dem Fenster. Die Sonne scheint, was für ein Glück ich doch habe. Der Drang sofort loszufahren steigt, trotzdem nehme ich mir aber für das Frühstück genügend Zeit. Es warten 430 km Fahrstreck auf mich. Das wird also ein langer Tag werden.

 

Anfänglich präsentiert sich die Landschaft weiterhin wie in der Mongolei Sie ändert sich erst, als die Strasse in die Berge hinführt, entlang eines Flusses. Dieser wird mich auf der ganzen Strecke begleiten und später in den grossen Flusslauf mit dem Namen Ob übergehen.

 

Bei einem meiner Blicke auf den schönen Flusslauf entdecke ich den 4x4 Camper von Olga und Helmut, ein vielreisendes Paar aus Österreich. Mit ihnen harrte ich drei Stunden im kaltem Wind am russischen Zoll für die Einsreiseformalitäten für unsere Fahrzeuge aus. Diese Mal konnten wir uns in der warmen Sonne unterhalten und der mir offerierte Kaffee schmeckte köstlich.

 

Die Umgebung ändert sich nun schnell und ich fahre abwechselnd an grossen Waldgebieten vorbei, durch Täler hindurch oder über riesige Ebenen hinweg. Das schneebedeckte Altai Gebirge ist dabei immer wieder gut sichtbar. Die Strasse ist sehr gut ausgebaut und es gibt auf den ersten 200 km wenig Verkehr. Nach den mongolischen Pisten eine schöne Abwechslung und ich kann auch während dem Fahren einmal den Kopf nach rechts oder links drehen um die Landschaft zu bestaunen. Unser Landschaft in der Schweiz ist zwar ähnlich, die Dimensionen sind hier aber um ein vielfaches Grösser.

 

In den anfangs wenigen Siedlungen stehen viele Häuser leer und sind dem Verfall überlassen. Andererseits entstehen überall neue Datschas oder kleine Anlagen mit Ferienunterkünfte. Je weiter ich nach Norden Richtung Gorno-Altaisk fahre, je häufiger und grösser werden die touristischen Anlagen.  Es ist zudem Wochenende und viele russische Touristen aus Barnaul oder Nowosibirsk reisen für ein paar Tage hier her. In einigen Ortschaften entstehen deshalb ganze Marktstrassen mit Essenständen und Souvenirläden, die die Ausflügler scharenweise anziehen. Das Fahren wird dadurch weniger entspannt und viele schöne Orte sind mit zeltenden und grillierenden Menschen belegt. So bin ich abends ganz froh, dass ich ein Zimmer in einem abgelegenen und ruhigen Hotel inder Nähe von Gorno-Altaisk ein Zimmer gefunden habe.

Farbkontraste wie in der Mongolei
Farbkontraste wie in der Mongolei
Eintauchen in den russischen Altai
Eintauchen in den russischen Altai

Fluss, grüne Wiesen, Sträucher, Berge, blauer Himmel mit weissen Wolken
Die Landschaft geizt nicht mit ihrer Schönheit
Der Chuya Fluss
Der Chuya Fluss

Zwei Männer, eine Frau, ein silbernes Auto, grüne Wiese
Zusammen lange an der Grenzen gewartet und jetzt nochmals getroffen
430 km gut usgebaute Strasse. Perfekt zum Motorradfahren
430 km gut usgebaute Strasse. Perfekt zum Motorradfahren

Die gesamte Strecke führt mehrheitlich dem Fluss entlang
Die gesamte Strecke führt mehrheitlich dem Fluss entlang
Alles klar
Alles klar

Traumhaft
Traumhaft
Grün, wo ich hinschaue
Grün, wo ich hinschaue


Überholende Russen und riesige Felder

Von Gorno-Altaisk über Barnaul nach Rubzowsk

Tage 17 - 18 (Km 3'528)

Immer wieder treffen mich starke seitliche Winde, die ich mit einer Schräglage korrigieren muss. Danaben brausen laufend überholende russische Autofaherende an mir vor bei. Hey, das macht aber gar keinen Spass.

 

Ab Gorno-Altaisk ziehen sich die Berge zurück und überlassen riesigen Agrarflächen den Platz. Die Strassenbauer nutzten das aus und bauten kilometerweite gerade Strassen. Das wiederum animiert die Autofaher zusätzlich ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Überholen in allen möglichen und unmöglichen Situationen, nach zu gehen. So fahre ich stundenlang als schrägsitzendes Chamäleon, ein Auge permanent im Rückspiegel und eines vorausschauend, durch eine langweilige Landschaft.

 

Dafür erholte ich mich in schönen, sauberen Zimmern, die ich günstig über Booking.com buchte. Da sage ich nicht nein. Müde und gedanklich bereits im heutigen Hotelzimmer, radelte mir Gerd aus Deutschland entgegen. Ein Weltenbummler, der mit Segelboot und Rad schon mehr als 5 Jahre unterwegs ist und sich im Moment wie ich, in Schräglage und mit Camäleonaugen fortbewegt. Daraus entstand eine lustige Unterhaltung am sibierischen Strassenrand.

Willkommens- und Verabschiedungsdenkmal des Altaj Gebietes
Willkommens- und Verabschiedungsdenkmal des Altaj Gebietes
Einer dieser riesigen Anbaufelder
Einer dieser riesigen Anbaufelder

Russische Lieblingsbeschäftigung beim Autofahren - Überholen
Russische Lieblingsbeschäftigung beim Autofahren - Überholen
Lenin darf nicht fehlen. Platz in Barnaul
Lenin darf nicht fehlen. Platz in Barnaul

Wohin das Auge reicht - Felder, Felder, Felder
Wohin das Auge reicht - Felder, Felder, Felder
Und immer wieder ein Denkmal für irgendwas
Und immer wieder ein Denkmal für irgendwas

Ich tippe auf Wodkabrennerei
Ich tippe auf Wodkabrennerei
Eine schöne restaurierte Ural Maschine
Eine schöne restaurierte Ural Maschine




Folge mir

Themen

Motoglobe

Language