Balkan mit dem Motorrad, Rumänien, Pasul Prislop Pass, Motorräder

Ungarn und Slowakei - wir kommen

Das Frühstück dauert heute Morgen länger, weil unser Gastgeber lieber bei uns am Tisch sitzt und plaudert anstatt in der Küche etwas essbares für uns auf die Teller zaubert. Das ändert sich, als die insgeheime Chefin der Anlage einrifft. Bald darauf dampft ein feines Omlett vor uns auf dem Tisch.

 

Kurz darauf starten wir bei kühlen Temperaturen unsere Tagestour. Entspannt cruisen wir durch das Flusstal des Bistritz und überqueren später den letzten Karpaten Pass unserer Tour, den Prislop Pass.

Heute ist Sonntag und viele Rumän*innen besuchen einen Gottesdienst. Deshalb herrscht in den Ortschaften ein reger Fussgängerverkehr zur Kirche, wobei uns auffällt, dass etliche Frauen ihre traditionelle Tracht tragen, was bei den Männern kaum der Fall ist.

 

Das trifft dann auch auf uns zu, als wir bei der Barsana Monestary einen Halt einlegen und mit unseren dreckigen und leicht stinkenden Motorradklamotten mitten in einen Gottesdienst hineintrampen. Zum Glück ist alles an der frischen Luft und weitläufig. So stören wir die Messe mit unserem Geruch und Herumgelaufe nicht.


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Unsere weitere Strecke verläuft entlang der Ukrainischen Grenze bis wir etliche Kilometer später beim fröhlichen Friedhof in Sapanta ankommen.

 

Durch die über 800 kunstvoll gestalteten, blauen Kreuze, die mit einem ironischen Nachruft des jeweiligen Toten versehen sind, ist diese Ruhestätte zu einer weitherum bekannten Touristenattraktion geworden. Deshalb ist es wohl auch der einzige uns bekannte Friedhof, wo lebende Besucher einen Eintritt bezahlen.

 

Nachdem wir die Kurven des Minipass Pasul Huta hinter uns lassen, steigt unsere innere Spannung an der Grenze zu Ungarn. Bis zuletzt war es für uns nicht möglich, klare Aussagen zu den ungarischen Einreisebedingungen zu bekommen.

 

Ausser unseren Ausweisen will der Grenzbeamte aber nichts weiter wissen oder sehen, wodurch wir keine zehn Minuten später auf dem Weg zu unseren idyllischen Zeltplatz bei der Wassermühle von Turricse sind.

 

Mit den Gedanken bereits beim kühlen Bier biegen wir kurz vor der Ortschaft auf eine Schotterstrasse ein. Keine 50 Meter später ist das kühle Bier verpufft, weil die erste Kiespassage unsere volle Konzentration benötigt und die zweite Passage auch noch unser Fahrkönnen etwas fordert.

Mit dem Wissen, dass Ungarn mit seiner mehrheitlich flachen Landschaft für uns Motorradfahrende weniger interessant ist, steuern wir am Morgen die Grenze zur Slowakei an. Beim Grenzübertritt wrd lediglich der Erste in unserer Gruppe gefragt, ob wir alle geimpft seien. Nach seinem Nicken bekommen wir alle freie Fahrt.

 

Nach kurzer Zeit fällt uns auf, dass in der Slowakei aufgrund der langen Pandemie-Einschränkungen kaum Restaurant und Läden geöffnet haben. So müssen wir einige Kilometer zurück legen, bis wir beim Stausee Ruzin ein geöffnetes Badecamp finden.

 

Bald darauf wird es auf unserer Etappe grün und kurvenreich. Der Nationalpark Slowakisches Paradies empfängt uns mit seinen hügeligen Waldgebieten und dem Vernar Pass und Skigebiet.

 

Grün ist auch unser bestausgestattetes Auto- und Zeltcamp. Die Coronakrise zeigt sich aber auch hier. Es sind kaum Besucher vor Ort. Deshalb ist das campeigene Restaurant nur wenige Stunden geöffnet, weshalb sich unser im Restaurant eingeplantes Frühstück in Luft auflöst.



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